News zu Usability

05.01.12
M-Commerce-Usability-Tipps: Passen Sie Ihre Shop-Funktionen an

Was im stationären Webshop gut funktioniert und schön aussieht, kann auf dem kleinen Display eines Smartphones zu Problemen führen. Gerade auf dem mobilen Kanal geht es vor allem darum, dass Sie dem Nutzer Informationen bieten. Deshalb sollten wichtige Inhalte so platziert werden, dass Sie während der Interaktion mit dem System nicht verdeckt werden.

Nutzer erhalten immer erst eine Rückmeldung, nachdem sie interagiert haben. Dabei ist es wichtig, einen Notausgang anzubieten, um einen vermeintlich unerwünschten Zustand rückgängig zu machen. Wie verhalten sich Produktbilder im mobilen Internet? Vergrössern sie sich? Drehen sie sich, um Informationen auf der Rückseite zu zeigen? Gelangt der Nutzer in eine Bildergalerie? Aufgrund des rudimentären mentalen Modells der Nutzer von mobilen Anwendungen ist eine textliche oder visuelle Beschreibung (zum Beispiel durch einen Infoscreen beim Start der Applikation) sinnvoll. 

 

Quelle: http://www.onlinepc.ch

02.01.12
eResult Usability-Contest (copy 1)

Der Usability-Contest wurde 2011 zum vierten Mal ausgeschrieben und prämiert herausragende Abschlussarbeiten rund um das Thema Usability; er wird in zwei Kategorien vergeben. Der 1. Platz in der Kategorie eResult Science Award geht an Veselina Milanova für ihre Arbeit zum Thema „Designing Emotions for Mobile Applications – (how) can a ride sharing service make you happy?“. Diana Bullmann erhält für ihre Arbeit “Lebensmittel Check – Interaktives Dienstleistungssystem für Menschen mit Nahrungsmittelallergien und –unverträglichkeiten” den 1.Preis in der Kategorie eResult Design Award.

Martin Beschnitt und die Gewinner

Die Gewinner

„Wir möchten mit diesem Nachwuchs-Wettbewerb junge Menschen dazu motivieren, sich wissenschaftlich und kreativ mit dem Thema Usability auseinander zu setzten. Als Usability-Agentur sind wir daran interessiert, eine enge Verzahnung zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Praxis zu fördern. Beide Arbeiten haben durchdachte Konzepte und sehr gute Zukunftsaussichten, denn gute Bedienkonzepte von Informationsterminals und Apps können Nutzern, so unterschiedlich sie sind, den Alltag erleichtern.“ kommentiert der Geschäftsführer von eResult Thorsten Wilhelm.

Auch in diesem Jahr wurden wieder viele interessante Arbeiten zu unserem Usability-Contest eingereicht. Die eingereichten Arbeiten wurden von den Juroren auf mehreren Dimensionen bewertet. Uns interessierte dabei vor allem die methodische Vorgehensweise bei der Bearbeitung, die Originalität und theoretische Fundierung der Arbeit; aber auch die Darstellung der Ergebnisse war von Interesse. Des Weiteren haben wir uns gefragt, welchen Erkenntnisbeitrag die Arbeit für die Praxis liefert und ob es neue Erkenntnisse für die Usability-Forschung gibt.

eResult Science Award:
Der eResult Science Award wird an Arbeiten zur nutzerfreundlichen Gestaltung von interaktiven Anwendungen (Web, mobile Anwendungen, Software) vergeben. Neben der diesjährigen Gewinnern Veselina Milanova, konnten sich in den vergangen Jahren Moritz Keck, Johanna Elster und Karen Lindemann über den 1. Platz freuen.

eResult Design Award:
Der eResult Design Award wird für Designkonzepte vergeben, die sich durch methodische oder kreative und innovative, gestalterische Konzepte zur Realisierung von interaktiven Anwendungen (Web, mobile Anwendungen, Software) auszeichnen. Neben der diesjährigen Gewinnerin Diana Bullmann, konnte sich in 2009 Marek Plichta über den 1. Platz freuen.

Preisverleihung:
Die Preisverleihung der Gewinner fand vor mehr als 50 Besuchern auf der Abendveranstaltung des Usability-Kongresses 2011 in Frankfurt am Main statt. Martin Beschnitt (Managing Director eResult) verlieh die Preise – jeweils 1.500 EUR, eine Urkunde und einen schönen Blumenstrauß – an Frau Veselina Milanova (Science Award) und Frau Diana Bullmann (Design Award). Der Usability-Contest ist insgesamt mit 7000 Euro dotiert.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer/-innen für ihre Einreichungen. Es hat großen Spaß gemacht, alle Arbeiten zu lesen und zu bewerten. Wir sind schon heute gespannt auf die Einreichungen zu unserem nächsten Usability-Contest.

 

Quelle: www.usabilityblog.de

29.12.11
Usability-Test - 16 Methoden zur Messung der Usability

Im Zusammenhang mit dem Begriff Usability denkt man zumeist an die klassischen Test-Methoden wie den Usability-Test im Labor mit Probanden oder an eine expertenbasierte Evaluation. Doch dies ist nur die Spitze des Eisbergs. Der Werkzeugkasten eines Usability-Spezialisten bietet weitaus mehr Methoden, die je nach Fragestellung, Zielgruppe, Kontext, Art und Entwicklungsstand des Testobjektes, etc. ihren Einsatz finden. Denn die Auswahl der richtigen Test-Methode ist alles andere als trivial. Der vorliegende Beitrag liefert einen Überblick über die in der Praxis gängigen Usability-Test-Methoden.

Ein Fachartikel von Martin Beschnitt

1. Methode: Usability-Test durch eine Aufgabenanalyse (Task Analysis)

Ziel der Aufgabenanalyse ist die Ermittlung von möglichen Modellen, die die Grundlage zur Darstellung eines nutzerzentrierten Entwicklungsprozesses sind. Hierzu werden z. B. die Aufgabenbereiche einer Website erfasst und daraus theoretische Modelle über die angenommenen Qualifikationen und Verhaltensmuster der Zielgruppe abgeleitet und dann sogenannte Use Cases erstellt.
 

2. Methode: Usability-Test durch Kontextanalyse (Contextual Inquiry)

Bei der Kontextanalyse werden Nutzer im Rahmen ihres natürlichen Anwendungskontextes (z. B. der Arbeitsplatz) anhand strukturierter Interviews befragt und deren Aufgabenbewältigung studiert. So können realitätsnahe Ergebnisse darüber gewonnen werden, wie der Anwender unter dem Eindruck seiner ihm vertrauten Umgebung reagiert. Unter Laborbedingungen ist dies nicht möglich.
 

3. Methode: Usability-Test mit Fokusgruppen

Bei einem Usability-Test mit Fokusgruppen wird eine homogene Zielgruppe unter Leitung eines neutralen Moderators in einer Gruppendiskussion und unter vorheriger Abstimmung von Themen und Aspekten dazu angehalten, Optimierungsvorschläge und Ideen zur (Weiter-) Entwicklung z. B. einer Website abzugeben. Dies wird unter Einsatz verschiedener Kreativtechniken und durch den Moderator unterstützt.

4. Methode: Usability-Test mit Nutzertagebüchern

Über handschriftlich geführte Nutzertagebücher, oder über Handys, PDAs und Onlinefragebögen, können Daten einer Zielgruppe und deren Umgang mit einem Untersuchungsobjekt zeit- und wirklichkeitsnah erfasst werden. In festen Zeitabständen halten die Teilnehmer ihre Eindrücke zu einem Produkt oder einer Anwendung anhand eines Nutzertagebuchs fest.

5. Methode: Usability-Test mittels Onsite-Befragung

Anhand eines Layers werden die Besucher einer Website zur Teilnahme an einem Online-Fragebogen eingeladen. Diese Art der Onsite-Befragung wird hauptsächlich zur Bestimmung von Nutzerstruktur/ -intentionen eingesetzt.

6. Methode: Usability-Test anhand Panelbefragung

Bei der Panelbefragung wird in einem Online-Access-Panel die gewünschte Zielgruppe abgebildet und anhand eines Online-Fragebogens befragt. Möglich sind hier beispielsweise Anforderungs-, Zufriedenheits- und Benchmarkinganalysen.

7. Methode: Usability-Test mit Personas

Aufgrund quantitativer und qualitativer Nutzerdaten lassen sich idealtypische Nutzermodelle erstellen. Diese Modelltypen (Personas) werden als Schablone für die potentielle Nutzerschaft eines Produktes angenommen und Bedürfnisse abgeleitet. Das für diese Gruppen intendierte Produkt muss diese Bedürfnisse erfüllen.

8. Methode: Synchroner Usability-Test

Synchrone Usability-Tests werden unter aktiver Beteiligung bzw. passiver Beobachtung eines Testleiters durchgeführt, z. B. über Online-Meeting-Tools. Die Testperson nutzt dabei den Computer von zu Hause oder vom Arbeitsplatz aus. Das Vorgehen des Nutzers kann so beobachtet und ggf. hinterfragt werden.

9. Methode: Asynchroner Usability-Test

Asynchrone Usability-Tests, in Verbindung mit speziellen Softwaretools, ermöglichen eine automatisierte und ortsungebundene Bewertung einer Website durch die Testperson. Die Bewältigung von Testaufgaben kann so aus der gewohnten Umgebung heraus erfolgen. Gesammelt und ausgewertet werden Mausklicks und Navigationspfade, sowie die Antworten der Testperson.

10. Methode: Usability-Test durch eine expertenbasierte Evaluation

Usability-Experten bewerten bei der expertenbasierte Evaluation aufgrund allgemein anerkannter Usability-Guidelines die Nutzerfreundlichkeit einer Anwendung. Zuerst prüft jeder Experte diese allein: dabei versetzt er sich in die Rolle eines Nutzers und versucht anwendungsrelevante Aufgaben zu lösen.  Es handelt sich hierbei also um eine Kombination von heuristischer Evaluation und Cognitive Walkthrough. Im nächsten Schritt werden die durch alle Experten gefunden Probleme gesammelt und in ihrer Schwere, also ihrem Verstoß gegen die genannten Guidelines, bewertet. Ziel ist die Identifizierung möglicher Bedien- oder Verständnisprobleme einer Anwendung, die zukünftige Nutzer erfahren könnten.

11. Methode: Usability-Test mittels Card-Sorting

Bei einem Card-Sorting ordnen Nutzer Kärtchen mit Begriffen (Unterrubriken) übergeordneten Hauptkategorien zu, z. B. „Pfeffer“ zu „Gewürze“. Beim offenen Card-Sorting können die Testpersonen zudem neue Hauptkategorien definieren, falls die angebotenen nicht ausreichend erscheinen. Diese Möglichkeit ist beim geschlossenen Card-Sorting nicht gegeben. Ziel ist entweder die Überprüfung einer bestehenden Informationsarchitektur oder die Entwicklung einer solchen Struktur.

12. Methode: Usability-Test im Labor

Beim Usability-Test im Labor wird eine Anwendung zumeist szenariobasiert und nach zielgruppenspezifischer Auswahl von Nutzern getestet. Sowohl die Feststellung von Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten, also auch das Testen der Anwendung auf die Erreichung bestimmter Ziele durch den Nutzer, können erhoben werden. Usability-Experten beobachten die Testpersonen bei der Aufgabenlösung und können aktiv Fragen stellen. Die Testpersonen sind weiterhin angehalten, ihre Empfindungen und Gedanken zur Anwendung auszudrücken. Video- und Audioaufzeichnungen, sowie Eye-Tracking-Daten können erhoben und zwecks spätere Auswertung gespeichert werden.

13. Methode: Usability-Test durch Rapid Prototyping

Beim Rapid Prototyping werden bedingt-funktionale Prototypen getestet. Dabei sollen Testpersonen in szenariogestützten Tests die Anwendung „bedienen“ und dabei ihre Eindrücke verbalisieren. Die Tests finden dabei häufig in iterativer Reihenfolge statt: dem einfachen Test mit nachfolgender Prototypenoptimierung aufgrund der durch die Testpersonen verbalisierten Eindrücke folgt die Testwiederholung mit dem optimierten Typ.

14. Methode: Usability-Test durch Blickverlaufsmessung (Eye-Tracking)

Beim Eye-Tracking werden die Blickverläufe per Infrarottechnik sowie Mausbewegungen bei der Bedienung einer Anwendung aufgezeichnet. Zusätzlich kann durch die Aufforderung zum „lauten Denken“ eine Kombination verbalisierter Meinungen und aufgenommener Blickverlaufsmessungen erreicht und so wichtige Informationen über inhaltliche und gestalterische Optimierungsansätze gewonnen werden.

15. Methode: Usability-Test durch Web-Controlling / Logfile-Analyse

Web-Controlling-Tools untersuchen, woher Besucher kommen, welche Bereiche auf einer Internetseite aufgesucht und wie oft und wie lange welche Unterseiten und Kategorien angesehen werden. Es werden verschiedene Tools verwendet, um entweder eine permanente Erfolgsmessung oder  Schwachpunkte einer Website zu identifizieren.
 

16. Methode: Usability-Test anhand multivariater Tests (MVT)

Multivariate Tests sind im Prinzip mehrere parallel ablaufende A/B-Tests. Statt nur eines Anwendungselements werden mehrere Elemente verändert. Ziel des Tests ist die Identifikation der erfolgversprechendsten Zusammenstellung der veränderten Elemente.

Weiterführende Links / Quellen

Wer online noch weitere Informationen zu den einzelnen Methoden einholen möchte, dem sind folgenden Websites („Toolboxen“) zu empfehlen:

Fazit

Heutzutage nicht mehr wegzudenken: Web-Controlling und Multivariate Tests (MVT)

Hervorzuheben sind heutzutage sicherlich die beiden Usability-Test-Methoden Web-Controlling und Multivariate Tests (MVT). Diese zeichnen sich aufgrund ihres Nutzens für Usability-Experten aus.

Web-Controlling-Tools machen es einem Usability-Spezialisten leicht potentielle Problembereiche aufgrund von Abbruchzahlen (aus dem Tracking-Tool) zu identifizieren und diesen dann im Nachgang mit anderen Methoden, wie z. B. einem Usability-Test im Labor oder einer expertenbasierten Evaluation nachzugehen. Im Nachhinein lassen sich die Tools bzw. deren Zahlen übrigens auch hervorragend nutzen um qualitativ erhobene Daten zu „quantifizieren“.

Beispiel: Aus einem Nutzertest mit 12 Probanden ergibt sich die Vermutung, dass auf der Startseite viele Nutzer abbrechen, weil die Seite bei einer Standardauflösung von 1024×768 im sofort sichtbaren Seitenbereich abgeschlossen wirkt („Scrollstopper“). Aufgrund dessen verlassen Sie die Seite, weil sie die gesuchten Informationen nicht entdecken konnten.

Man öffnet folglich das Tracking-Tool und wertet aus, ob eine Abhängigkeit der Abbrüche auf der Startseite in Verbindung mit der Auflösung besteht.

 

Multivariate Tests (MVT) eignen sich hervorragend, um den Erfolg von Usability letztendlich zu messen. Es gilt: Nur mit einem Multivariaten Test lassen sich die tatsächlichen Umsatzeffekte von systematisch hergeleiteten Designvarianten live ausloten.

Aus diesen Gründen komplettieren diese beiden Usability-Test-Methoden die Toolbox eines jeden Usability-Spezialisten – zumindest im Webbereich.

 

Quelle: www.onlinemarketing-praxis.de

25.12.11
Die schlechteste Website der Welt – alles was man falsch machen kann

Schreiend bunte, sich überall bewegende und zuckende Websites mit plärrender Musik, die sich einfach nicht ausschalten lässt und vielen weiteren Unannehmlichkeiten aller Art gehören heute glücklicherweise zu den Ausnahmen im Netz. Doch ganz verschwunden sind sie nicht und so kann man gelegentlich noch auf eine Zeitreise in die Anfänge der Homepages gehen. So führt uns beispielsweise die SPD Engenhahn in längst in Vergessenheit geratene Zeiten zurück, in denen sich jeder Webdesigner nannte, der es sein wollte.

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Die Website der SPD Engenhahn ist nicht die schlechteste Website der Welt, aber wohl auch nicht die beste.

 

Heute sieht das erfreulicherweise anders aus. Zwar gibt es immer noch Relikte aus der Webdesign-Steinzeit, doch da sich deren Inhalte in der Regel an das Webdesign anpassen, sind sie eher unbekannt. Was schon häufiger vorkommt, sind Websites mit kleinen Fehlern im Designbereich, die man aber auch schon mal akzeptiert. Das hört aber schnell auf, wenn sich die Fehler summieren. Wie das im Extremfall aussehen könnte, zeigt die schlechteste Website der Welt. Hier haben sich Profis mal so richtig ausgetobt und die häufigsten Fehler im Webdesign zusammen auf einer Website vereint.

Die schlechteste Website der Welt: Zutritt auf eigene Gefahr!

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Die schlechteste Website der Welt trägt diesen Titel vollkommen zur Recht.

 

„This web was designed to graphically demonstrate the most common mistakes made by new Web Page designer“ heißt es auf der Seite, die die schlechteste Website der Welt sein will. Erstellt wurde sie von den Webdesignern von Angelfire, einem Anbieter für einen Website-Baukasten. Hier finden sich eigentlich alle Fehler, die gerade viele Hobby-Webdesigner immer noch machen. Zu allererst nervt beim Aufruf der Seite ein Jingle, der in einer Endlosschleife plärrt und sich natürlich nicht abstellen lässt. Jahreszeitengemäßig rieselt natürlich reichlich Pixelschnee über den Bildschirm, der aber leider nichts verdeckt, sondern im digitalen Nirvana verschwindet.

Die verwendeten Farben und Schriften sind in ihrer Zahl nicht überschaubar, aber für die Augen bietet sich eh kein lange zu tollerierendes Bild. Natürlich fehlen auch animierte Gifs nicht, die hier besonders gut wirken, weil sie geballt auftreten und die Website mit einem zuckenden und flackernden Leben erfüllen.

Für all diese Webdesign-Unzulänglichkeiten geben die Designer auch die Gründe an, warum man es gerade so, wie sie es zeigen, nicht machen sollte.

 

Quelle: www.t3n.de

22.12.11
Digital Natives Studie

Wo bewegen sich Digital Natives im Netz? Welchen Zweck erfüllt das Internet in ihrem Alltag und wie wird es genutzt?
Um diesen Fragen nachzugehen wurden in der eResult Digital Natives Studie Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 25 Jahren (= Digital Natives) im Vergleich zu Personen zwischen 35 und 45 zu ihren Surfgewohnheiten befragt.

Eindeutig fällt in das Ergebnis bei der Wahl der Lieblingsseite aus. Facebook wurde bei den Digital Natives mit Abstand am häufigsten aufgelistet. Auch in der älteren Vergleichsgruppe liegt Facebook vorn, allerdings mit wesentlich geringerem Abstand zum in beiden Gruppen zweitplatzierten Google.

Bereits auf den folgenden Platzierungen werden die Unterschiede beider Gruppen noch deutlicher:

 

Bei der jüngeren Gruppe ist Youtube sehr beliebt, gefolgt von diversen Seiten, die in erster Linie der Kommunikation untereinander dienen, wie z.B. MSN, web.de, hotmail, studiVZ oder GMX.
Bei der älteren Gruppe stehen dagegen Shoppingseiten besonders hoch im Kurs. EBay und Amazon zählen in dieser Gruppe zu den Favoriten, während die jüngere Gruppe sie deutlich seltener als Lieblingsseite angibt.

Lieblingsseiten

Abbildung: Die Lieblingsseiten der Digital Natives

Surfen besitzt also für Digital Natives in erster Linie eine soziale und kommunikative Komponente, während die ältere Vergleichsgruppe das Internet verstärkt für Shoppingaktivitäten nutzt.
Das mag auch an den unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten liegen. Es ist jedoch in jedem Fall anzunehmen, dass die Jugendlichen ihre Kommunikationsgewohnheiten ein Stück weit ins Erwachsenenalter mitnehmen werden, was die Ansprüche an- und den Umgang mit Internetangeboten verändern wird.
Gleichzeitig sinkt das Spektrum an „Lieblingsseiten“ mit steigendem Alter. Das heißt, die Jüngsten besuchen im Schnitt pro Surfsession die meisten Seiten.
Ein guter Grund, die junge Zielgruppe rechtzeitig anzusprechen und sie vom eigenen Angebot zu überzeugen, denn je länger man damit wartet, desto schwieriger wird die Überzeugungsarbeit.

Intentionen und Lieblingsseiten kennen wir. Aber welche Geräte werden zum Surfen genutzt? Auch dieser Frage ist die Studie nachgegangen. Jeder kennt das Bild von Jugendlichen, die ihr Handy oder Smartphone quasi permanent in der Hand halten, tatsächlich lassen sich derzeit jedoch keine großen Gruppenunterschiede in der Wahl der Geräte erkennen. Beide Gruppen surfen vorwiegend mit PC oder Laptop.
Die hohe und stetig steigende Verbreitung von Smartphones schon bei den unter 18jährigen lässt hier allerdings auf eine Trendwende schließen. Schon jetzt besitzt fast jeder zweite Jugendliche ein Smartphone. Und diejenigen, die ein solches Gerät besitzen, nutzen es bereits für ca. ein Drittel ihrer Surfzeit. Höchste Zeit also, die eigene Website auch für die mobile Nutzung fit zu machen, sofern das noch nicht geschehen ist.

Haben Sie Interesse an weiteren Erkenntnissen der Studie? Hier geht es zum Forschungsbeitrag zur Digital Natives Studie.

 

Quelle: www.usabilityblog.de

24.10.11
Shop Usability Award 2012

Das Beratungsunternehmen Shoplupe und sein Medienpartner Internet World Business werden auch 2012 wieder den Shop Usability Award an den benutzerfreundlichsten Online Shop vergeben. Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb, der bereits zum fünften Mal ausgetragen wird, ist das Betreiben einer deutschsprachigen Website, die mittels eines Warenkorbsystems mindestens ein Produkt business to business oder business to customer verkauft.

Knapp 300 Shops hatten sich 2011 für die Teilnahme am Wettbewerb beworben. Die Jury freut sich auf ein ebenso reges Interesse am nächsten Wettbewerb und fordert besonders kleine und mittelständische Online-Shops zur Teilnahme auf.

Bewerben kann man sich ab dem 1. November 2011 unter www.shop-usability-award.de

29.07.11
Design im Wandel: In der Autobranche herrscht Experimentierfreude pur

Webdesign ist einem ständigen Wandel unterworfen. Regelmäßig wird man von einem Relaunch oder einem Facelift einer vertrauten Website überrascht. Doch während in vielen Branchen, (z.B. in der Versicherungsbranche) der Trend zu einer Gestaltung mit hohem Weißanteil und einem immer ähnlicheren Aufbau geht, überraschen die Vertreter der Automobilbranche immer wieder durch unerwartete Veränderungen.

Entgegen aller Regeln für ein erwartungskonformes Webdesign haben die Standardelemente ihre Plätze im Laufe der letzten Jahre in dieser Branche mehrfach gewechselt.

 

Zum Beispiel das Logo: Bei Ford und Opel ist es nun nicht mehr oben links, sondern oben rechts auf der Seite zu finden.

Skoda dagegen geht den umgekehrten Weg, das Logo ist nun nicht mehr oben rechts, sondern oben links zu finden.

Ähnliches lässt sich hinsichtlich der Navigation beobachten. Auch diese hat bei den Automobilherstellern in den letzten Jahren häufig ihren Platz gewechselt, beispielsweise bei Skoda von einer oberen, horizontalen Navigation nach links. Citroën geht den umgekehrten Weg.
Häufig bietet neben einer Hauptnavigation eine zweite Navigation Zugang zu Modellen, Serviceangeboten oder anderen Produktgruppen des Unternehmens. Diese Navigation findet mehr und mehr im unteren Seitenbereich, unterhalb einer Flash-Bühne ihren Platz.

Eine solche Bühne scheint überhaupt auf den Seiten der Automobilhersteller unverzichtbar zu sein. Sie hat im Laufe der Zeit an Größe gewonnen und füllt häufig den Contentbereich der Startseite völlig aus. Aber auch bei der Gestaltung der Flash-Bühne lässt sich die Experimentierfreude erkennen. Während sich beispielsweise viele Hersteller mehr und mehr auf ein einzelnes (wenn ständig wechselndes) Bild beschränken, erhöht Citroën die Komplexität merklich.

Übrigens: der Trend zu einer hellen, farbreduzierten Gestaltung lässt sich in der Automobilbranche ebenfalls nicht bestätigen. Dunkle, kräftige Farben bestimmen stattdessen mehr und mehr das Design vieler Websites.

Diese beobachteten Wandel des Designs werfen einmal mehr die Frage auf, wie weit man beim Design einer Seite mit Konventionen und Trends brechen darf bzw. sollte.
Ich denke, es kommt bei der Beantwortung dieser Frage sehr stark auf die Intentionen der Seite und deren Besucher an. Wenn es zunächst einmal um Inspiration, emotionale Ansprache der Besucher und das Abheben vom Wettbewerb geht ist unkonventionelles Design sicherlich eher angesagt, als wenn es um die schnelle Vermittlung von Sachinformationen geht.

www.usabilityblog.de

11.02.10
Shop Usability Award 2010

Seit dem 1. Februar ist es endlich wieder soweit. Zum dritten Mal sucht das Beratungsunternehmen Shoplupe® mit seinem Medienpartner Internet World Business den nutzerfreundlichsten Online-Shop des Jahres 2010. Bis zum 21.03.2010 können sich Online-Shops für den begehrten Preis bewerben, der am 13. April auf der Internet World Fachmesse verliehen wird.

Der Shop Usability Award gehört schon fast zu einer Institution im e-Commerce-Leben der mittelständischen Shopbetreiber. Seitdem er 2008 zum ersten Mal verliehen wurde, reist die Euphorie nicht mehr ab. Über 400 Shops hatten sich letztes Jahr beworben. Der Versender baby-markt.de konnte 2009 die Jury überzeugen und die Shopmanagerin Friederike Lütgenau nahm die 4 kg schwere Trophäe mit großem Stolz in Empfang.

Neben dem Gesamtsieger wird es auch dieses Jahr wieder zwölf Sieger in den einzelnen Kategorien geben, die mit einer Urkunde und dem Siegel „Kategorie Sieger“ belohnt werden. Gesucht werden die besten Shops in den Kategorien „Geschenk & Lifestyle“, „Hardware, Software & Unterhaltungselektronik“, „Heimwerk & Garten“, „Hobby & Haustier“, „Mode“, „Spielwaren & Kids“, „Sports & Outdoor“, „Handy & Mobile“, „Wellness, Beauty & Gesundheit“, „Essen & Trinken“, „Special Interests“ und „B2B Shops“.

http://www.shop-usability-award.de