Remote-Usability-Test

Als Remote-Usability-Test werden Usability-Tests bezeichnet, die online durchgeführt werden. Sie können sowohl synchron als auch asynchron durchgeführt werden.

Asynchroner Remote-Usability-Test

Hierbei werden die Testpersonen schriftlich instruiert, auf einer Webseite bestimmte Aufgaben zu lösen. Ihr Navigationsverhalten (Mausbewegungen, Klicks, Scrolling, etc.) wird aufgezeichnet und dient zur Auswertung von Schwachstellen und Usability-Problemen. Der Vorteil besteht darin, dass eine große Stichprobengröße ökonomisch und effizient getestet werden kann. Darüber hinaus werden quantitative Daten erfasst, die Vorher-Nachher-Vergleiche oder Vergleiche zwischen verschiedenen Versionen oder Wettbewerbern zulassen. Als Nachteil ist zu werten, dass keine direkte Interaktion zwischen Testpersonen und Interviewer stattfindet. Wenn die Testpersonen nicht mehr weiterkommen oder ihre Motivation nachlässt, kann das nicht durch den Interviewer aufgefangen werden und es kommt zum Abbruch der Studie (sog. Drop-outs).

Synchroner Remote-Usability-Test

Der synchrone Remote-Usability-Test bedient sich eines Online-Meeting-Tools, um eine direkte Kommunikation zwischen Testperson und Interviewer trotz räumlicher Distanz zu ermöglichen. Mit Hilfe von Webcam und Mikrofon können Aufgabenstellungen und Lösungsansätze kommuniziert, Kommentare abgegeben und Probleme geäußert werden. Durch diese Ortsunabhängigkeit können auch seltene, schwer erreichbare Zielgruppen getestet werden. Allerdings wird üblicherweise eine kleinere Stichprobengröße getestet als beim asynchronen Remote-Usability-Test, da der Aufwand größer ist.