Fokusgruppen gehören zu den qualitativen Erhebungsmethoden und werden häufig in der Konzeptionsphase von Produktentwicklungen eingesetzt, um Input für die weitere Entwicklungsrichtung zu erhalten. Ein erfahrener Moderator leitet eine anderthalb- bis zweistündige Gruppendiskussion mit typischerweise 8 bis 12 Diskussionsteilnehmern, die sich um folgende Themen drehen kann:
Auf Basis der Antworten können neue Ansätze für eine Produktentwicklung abgeleitet werden. Fokusgruppen eignen sich auch hervorragend dazu, bereits bestehende Entwürfe oder Prototypen zu evaluieren. Ein Vorteil ist zudem der vergleichsweise geringe Zeit- und Kostenfaktor der Durchführung. Problematisch ist dagegen die geringe Verallgemeinerbarkeit und Repräsentativität der Ergebnisse aufgrund der geringen Stichprobengröße. Außerdem müssen gruppendynamische Prozesse während der Diskussion (z.B. Beeinflussung durch starke Meinungsführer) berücksichtigt werden und diesen gegebenenfalls entgegen gesteuert werden.