Um die Suchergebnisse von Suchmaschinen zu optimieren, spielen neben vielen anderen Faktoren auch Metatags zunehmend eine Rolle. Lange Zeit von den Suchmaschinen ignoriert, ist es heutzutage so, dass die meisten Suchmaschinen auf Click-Throughs und sogar auf die Verweildauer der User auf der Zielseite achten. Anhaltspunkte erhalten diese durch die Verküpfung mit Google-Analytics und das User-Tracking über die Benutzung des Back-Buttons im Browser. Dementsprechend entscheiden Title- und Description-Tag indirekt über das Suchmaschinen-Ranking mit, da sie für Google ein Erkennungsmerkmal für jede einzelne Seite sind.
Es existieren zahlreiche Metatags, aber nur wenige sind für die Suchmaschinen-optimierung relevant. Dabei spielen besonders title und description eine Rolle, deren Kombination die User in der Regel in den Ergebnislisten sehen. Des Weiteren sollten nofollow und noindex zielgerichtet eingesetzt werden. Alle Metatags müssen in korrekter Syntax im <head>-Bereich der HTML-Datei der Webseite auftauchen.
Im weitesten Sinne ist title kein Metatag, wird aber wegen des engen Sinnzusammenhangs den Metatags zugeordnet. Ein guter title muss den Inhalt einer Webseite in wenigen Worten zusammenfassen. Dabei sollte er prägnant, überzeugend und originell sein, um sich gegenüber Mitbewerberseiten abzuheben. Noch erfolgreicher ist ein title, wenn er eine geschickte Aufforderung zum Handeln beinhaltet.
Die description beinhaltet die wichtigsten drei bis vier Keywords, die den Inhalt der jeweiligen Seite am besten beschreiben und verstärkt somit die title-Aussage. Sie sollte in möglichst weniger als 100 Anschlägen den Inhalt der Webseite in einem kurzen Satz auf den Punkt bringen. Die Sprache sollte einfach und verständlich sein - vermieden werden sollten auch selten verwendete Ausdrücke, es sei denn, die Webseite soll genau auf diesen Begriff hin optimiert werden.
Abschließend sollte jede title-/description-Kombination von ein paar Internet-Usern getestet werden, um Fehlinterpretationen zu erkennen und die Beschreibung so zu formulieren, dass die User genau das auf der Webseite finden, was sie sich aufgrund der Beschreibung erhofft hatten.
Wenn title und description selbst definiert sind, kann ein weiteres Metatag festgelegt werden - das NOODP. Dieses definiert, dass Google, Yahoo und MSN auf keinen Fall auf das Open Directory Project (DMOZ, www.dmoz.org) zurückgreifen. Dieses wird aktiviert, wenn title und description fehlen, hat allerdings den Nachteil, dass man keine Kontrolle darüber hat, wie die Webseite in den Suchergebnissen gelistet wird. Mit NOODP wird den Suchmaschinen-Crawlern der Zugriff auf die Beschreibung der jeweiligen Seite bei DMOZ verweigert.
Das Attribut "keywords" des name-Metatags ist, richtig eingesetzt, eine weitere Möglichkeit, die Suchergebnisse von Suchmaschinen zu optimieren. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass man nicht mehr als 10 Begriffe aufführt, die auch so im Text stehen müssen. Verwendet man Begriffe, die nichts mit dem tatsächlichen Inhalt zu tun haben, so wird damit bewusst oder unbewusst ein Spamversuch unternommen. Des Weiteren ist davor zu warnen, in den Keywords Markennamen zu verwenden, deren Inhaber man nicht ist. Folge können teure Abmahnungen sein, da es als Verstoß gegen das Marken- und Wettbewerbsrecht ausgelegt werden kann.
Mit Hilfe des robots-Metatags kommuniziert man mit den Suchmaschinen-Crawlern. Diese informieren Suchmaschinen darüber, dass die jeweilige Webseite nicht indiziert (noindex), Links auf der Webseite nicht verfolgt (nofollow) und von einer Webseite keine Archiv-Kopien angelegt werden sollen (noarchiv). Dabei ist zu erwähnen, dass noarchiv bisher nur für Google relevant ist.
Mit "robots" werden alle Suchmaschinen adressiert. Möchte man nur eine Suchmaschine erreichen, dann kann man das mit "googlebot" (für Google), "msnbot" (für MSN) und "slurp" (für Yahoo) festlegen. Die Verwendung eines oder mehrerer dieser Attribute erfolgt im robots-Metatag in beliebiger Kombination.
Ein erst kürzlich von Google eingeführter Metatag ist unavailable_after. Dieser ist besonders nützlich bei Inhalten, die nur eine bestimmte Zeit im Internet stehen sollen. unavailable_after signalisiert Google von vornherein, dass die Webseite nach einem bestimmten Termin nicht mehr zur Verfügung steht. Dadurch werden 404-Fehler vermieden, die bei gehäuftem Auftreten auf einer Webseite das Google-Ranking beschädigen können.
Es existieren neben den bereits erwähnten Metatags noch weitere, die aber nicht so große Auswirkungen haben. Dazu zählen author, copyright, revisit-after und eine lange Liste weiterer Attribute zu den Metatags name und http-equiv. Eine Übersicht bietet das W3C (www.w3.org/TR/html4/struct/global.html#edef-META).