Logfile Analyse

Unter einer Logfile Analyse versteht man eine Zugriffsstatistik, die Aufschluss über die Benutzung eines Internet-Auftritts gibt. Ausgegangen wird dabei von den Log-Dateien des Web-Servers, in denen alle Zugriffe festgehalten werden. Jede der Log-Dateien enthält im Wesentlichen folgende Informationen:

  • IP- oder DNS-Adresse des Benutzer-Computers
  • Benutzername (bei passwortgesicherten Accounts)
  • Zeitpunkt des Aufrufes
  • Kommando, das an den Server
  • Dateiname und Pfadangabe,
  • benutztes Übertragungsmodell
  • Antwort des Servers
  • übertragene Byte
  • URL, die der Nutzer unmittelbar vor der aktuellen Abfrage besucht hat
  • Browser und Betriebssystem des Nutzers.

Pro Eintrag wird eine erhebliche Menge an Daten gespeichert. Die Auswertung dieser Daten erfolgt mit entsprechenden Programmen, die das Surfverhalten der Benutzer analysieren. Folgende Fragen werden dabei beantwortet:

  • Wie viele Besucher kamen in einem bestimmten Zeitraum auf die Webseite?
  • Wie viele Seiten wurden abgerufen?
  • Woher kamen die Besucher?
  • Unter welchen Suchbegriffen haben sie die Präsenz gefunden?
  • Welche Seiten haben sie angesehen?
  • Wie lange blieben die Besucher?

Die Logfile Analyse sollte sorgfältig erfolgen. So können insbesondere Probleme bei der Unterscheidung einzelner Nutzer (mehrere Nutzer lönnen gleiche IP-Adresse haben) und unvollständige Daten aufgrund von Catching (Zugriffszahlen dadurch nach unten verfälscht) auftreten.

Logfile Analysen sind heutzutage überholt und werden meist durch Online Trackings ersetzt. Angewendet werden sie vor allem dann durchgeführt, um Daten auszuwerten, die durch Online-Tracking nicht erfasst wurden.